Der Bozner Supervulkan

Der Bozner Supervulkan

Verlässt man die Stadt Bozen und fährt durch das Eggental, kann man die beeindruckenden Porphyrschichten beobachten, die von der Straße und dem Fluss Egg durchquert werden.

Diese Schichten, die an manchen Stellen eine Dicke von über 2000 Metern erreichen, wurden im Perm vom Bozner Supervulkan gebildet.

Vor 280 Millionen Jahren war Trentino-Südtirol ein gigantisches Vulkangebiet und der Supervulkan mit einem Durchmesser von etwa 70 km war eines der größten vulkanischen Ereignisse der Erdgeschichte. Die Aktivität des Supervulkans dauerte etwa 12 Millionen Jahre und erzeugte zweimal eine riesige Caldera.

Eine Caldera ähnelt einem großen Krater mit einem Durchmesser von mehreren Kilometern. Sie entsteht durch den Einsturz der Gesteinsschicht über einer riesigen Magmakammer.

Aktuelle Beispiele für Calderen sind die Campi flegrei bei Neapel und die Yellowstone Caldera (USA), die größte aktive Caldera.

Der Bozner Supervulkan, der vor 280 Millionen Jahren entstand, befand sich in der Nähe des Äquators. Er gehörte zu einem großen Vulkangebiet, das Norditalien und Südfrankreich umfasste.